EPS 008 – Mini-Serie Teil 3: WordPress SEO ohne Plugin: fünf Punkte für die Aufbauphase

Ich freue mich, dass du heute dabei bist. Was du am Anfang nicht brauchst. Willkommen zur dritten Folge dieser Miniserie. Heute gehen wir auf das Thema SEO ein. Bewusst das Thema nicht kleinzureden, aber aus dem Kursaufbau von 7BizWorks herauszunehmen. Nicht, weil es unwichtig ist, sondern weil es zum falschen Zeitpunkt eine Ablenkung ist, die sich wie ein Fortschritt anfühlt, aber dich am Anfang nicht weiterbringt. Es gab bei mir eine Phase, wo ich, wenn ich eine neue Website erstellt habe, mit als erstes immer gleich ein SEO-Plugin installierte.

Einstellungen durchklicken, Keywords recherchieren und dann kommt, dann merkt man, Moment, ich habe noch gar keinen einzigen Blogbeitrag geschrieben. Ich habe noch überhaupt gar keinen Content, der wirklich ranken könnte, also gar keine Grundlage. Dafür habe ich ganz viel Zeit in Vergleiche von SEO-Plugins gesteckt, recherchiert, herauszufinden, was sind die besten Einstellungen. Und da ist schon ganz viel Energie reingeflossen zu einem Zeitpunkt, an dem es überhaupt nicht notwendig war, denn es gab keine Grundlage. Es hatte also null Wirkung. Genau deshalb möchte ich das hier ansprechen, dass SEO nicht unwichtig ist. Ganz im Gegenteil, es ist super wichtig, aber erst an einem bestimmten Zeitpunkt und nicht in deiner Aufbauphase. Lass mich kurz auf das Thema SEO grundlegend eingehen. Stell dir vor, du eröffnest ein Geschäft in einer Stadt, das niemand wirklich kennt. Und SEO kann hier folgendes sein. Es könnte das Straßenschild sein, das jemandem anzeigt, wo er abfahren muss, um zu deinem Geschäft zu kommen. Es könnte der Eintrag in einem Stadtplan sein für eine komplette Routenbeschreibung oder die Empfehlung, die jemand ausspricht, wenn jemand fragt, wo finde ich denn dein Geschäft. Ohne das existierst du zwar, dein Geschäft steht, aber niemand findet dich, außer die, die bereits wissen, wo du bist, nämlich die, die deine Adresse kennen. Und das kann man eins zu eins umlegen. Derjenige, der deine Internetadresse kennt, weiß, wie er deine Webseite erreicht. Wer die nicht hat, der weiß vielleicht, dass es derartige Angebote gibt, aber die kennen dich nicht. Und es ist kein Schalter, den du einmal umlegst und schwupps ist alles da. Es ist also nicht nur mal eben ein SEO-Plugin zu installieren und wie vielleicht noch eine automatische KI drüberlaufen lassen. So funktioniert das halt nicht. Es ist eher wie ein Ruf oder ein Image, was du dir aufbauen musst und zwar langsam, konsistent über einen gewissen Zeitraum hinweg. Und das sind nicht eben mal ein paar Tage oder Wochen, sondern wir sprechen hier eher von Monaten und dann plus.

SEO bedeutet, dass Suchmaschinen deine Seite finden können, verstehen können und einordnen. Es ist also eine Kombination aus einer technischen Basis, aus deinen Inhalten und der Zeit, die es braucht, um diesen Index für dich aufzubauen. Es ist wie gesagt nicht nur ein Plugin, was du einmal aktivierst und dann funktioniert das. SEO kann so wertvoll sein. Langfristig ist organischer Traffic der wertvollste, den du bekommen kannst, denn er kostet dich keine laufenden Werbekosten. Also du kannst durch eine gute SEO-Präsenz deutlich auch Ad-Kosten sparen. Wie deine Seite in Suchergebnissen erscheint, welcher Titel angezeigt wird, welche Beschreibung. Das sind alles Sachen, die natürlich auch den Suchenden beeinflussen, ob er auf den Link klickt, der ihm in der Suchmaschine vorgeschlagen wird oder nicht.

Aber Google bewertet keine Seite von heute auf morgen. Und es ist kein einmaliger Blick, denn es wird eben auch geschaut, wird deine Seite regelmäßig aktualisiert. Gibt es andere, die auf dich verweisen? Also spricht jemand über dich und deine Seite? Wie lange bleiben die Besucher auf deiner Seite oder springen sie sofort ab? Das sind alles Faktoren, die genutzt werden, um dein Ranking zu ermitteln. Das ist wie bei einem neuen Restaurant. Du kannst das beste Essen der Stadt haben, aber die erste Bewertung kommt wahrscheinlich erst nach Wochen. Erst dann, wenn du dir einen Ruf aufgebaut hast.

Und das dauert wahrscheinlich mehr Monate als nur ein paar Wochen. Du darfst also nicht sagen, wenn du SEO nutzt, ein Plugin dafür auch installierst, dass das mal eben nach ein paar Wochen funktionieren sollte und wenn dein Ranking nicht gestiegen ist, dann kannst du nicht sagen, SEO funktioniert nicht. Denn so funktioniert SEO wirklich nicht. Du musst dem Ganzen dann auch die Zeit geben und halt eben auch die Grundlage dafür schaffen. Aber SEO ist im Wandel.

Und wir nehmen mal einen kurzen Abzweig, bevor wir auf den Grund des Weglassens zurückkommen, denn auch KI spielt ja mittlerweile eine große Rolle. Klassisches SEO ist nicht tot, aber es wird gerade grundlegend, sagen wir, erweitert. Und das solltest du zumindest jetzt schon mal zur Kenntnis nehmen. Egal ob du KI magst oder nicht, es nutzt oder es komplett ausschließt, KI ist da und wird wahrscheinlich nicht mal eben so wieder weggehen, eher noch an Bedeutung und auch Akzeptanz gewinnen. Somit kommt die Phase, in der du dich auch damit dann auseinandersetzen musst, zwangsweise.

Traditionelle Suchmaschinen schicken einen Crawler auf deine Seite. Dieser Crawler liest die Seite, indexiert sie und erstellt dann halt eben ein Ranking für dich und ordnet deine Seite in diese Rankliste ein. Du erscheinst als ein Link in einer Ergebnisliste von einer Suche und entweder klickt jemand drauf oder auch nicht. Es geht wirklich um dieses Gesehenwerden und Geklicktwerden. Bei einem KI-System funktioniert das anders. Eine KI interpretiert den Inhalt, bewertet Zusammenhänge, bewertet die Glaubwürdigkeit und sie synthetisiert eine eigene Antwort dazu. Du erscheinst nicht mehr als nur ein Link, sondern als eine zitierte Quelle. Oder du erscheinst eben auch nicht, wenn die KI entscheidet, dass das nicht eine gute Grundlage ist, um deinen Inhalt wiederzugeben. Hier entscheidet halt eben nicht der Mensch, ob ihm der Titel oder die kurze Beschreibung, die ihm in der Suchliste angezeigt wird, interessant erscheint, sondern die KI entscheidet, ob dein Inhalt es wert ist, weiterverarbeitet zu werden und da eventuell auch eine Empfehlung auszusprechen, damit du dann einem User mit deinem Content präsentiert wirst, damit dann ein Klick erfolgt. Das bedeutet, eine Seite, die gut für Google optimiert ist, wird nicht automatisch für ein KI-System unbedingt auch als gut befunden und genutzt und dann auch wiedergegeben werden. Der KI-Crawler, der liest auch deine Seite logischerweise anders als wir als Menschen. Ein KI-Crawler schaut sich den HTML-Code an, den dein Server ihm gibt. Der liest den quasi direkt aus. Inhalte, die durch ein JavaScript geladen werden oder so, sind für den komplett unsichtbar. Das bedeutet für uns konkret, dass nach wie vor eine klare Struktur, eine klare Sprache, eindeutige Überschriften immer noch gültig sind. Das ist also nicht nur für das klassische SEO, sondern auch für die KI-Systeme, die deinen Inhalt noch auf einer anderen Ebene verstehen und bewerten. Ebenso sind auch die ganzen technischen Grundlagen wie eine schnelle Ladezeit, mobile Optimierung, eine saubere Architektur, all das sind grundlegende Fundamente, die auch für einen KI-Crawler entscheidend sind. Das Gute für uns ist, wenn wir von Anfang an sauber und strukturiert die Seite aufbauen, machen wir vieles davon schon automatisch richtig am Anfang und das ist kein extra Aufwand, den wir haben, denn das kommt ja auch demjenigen zugute, der wirklich als Mensch dann unsere Seite besucht.

Das ist eine gute Grundlage und wenn du die von Anfang an dir vornimmst, dann sparst du dir viele Schritte später, um irgendwas nochmal zu optimieren. Aber das ist ein komplett eigenes Thema. Hier reicht der Gedanke, SEO und KI-Sichtbarkeit schließen sich nicht aus. Sie bauen aufeinander auf oder erweitern sich gegenseitig und wir sollten das im Vorfeld immer im Kopf haben und darauf auf dieser Grundlage auch die Webseitenstruktur aufbauen. Tja und wenn es nun so wichtig ist, warum lasse ich dann SEO aus meinem Kurs raus, wenn es um den Aufbau einer Plattform geht? Du möchtest eine Kursplattform aufbauen und keine Content-Maschine. SEO ohne Inhalte ist wie ein Straßenschild aufzustellen, das nirgendwo hinführt. Das wäre eher ein Bauschild, wo du sagst, hier entsteht XY, komm später nochmal vorbei. Und noch ehrlicher, ein SEO-Plugin installieren und dann nicht nutzen, gibt dir einfach ein falsches Sicherheitsgefühl, weil du denkst, du hast etwas getan, hast du aber gar nicht. Die Wirkung kommt erst, wenn dein System steht und du regelmäßig zusätzlich auch Content auf deiner Seite hast. Neben deinem Kurs-Content, zum Beispiel ein Blog, ist eine sinnvolle Geschichte oder zusätzliche Dokumentationen, die auch frei zugänglich sind. Was du aber trotzdem von Anfang an richtig machen kannst, denn SEO nach wie vor wichtig und die Grundlagen sollten wir immer mit im Kopf haben, das alles kannst du aber auch ohne ein Plugin machen. Hier kommen ein paar Punkte. Erstens die Permalink-Struktur. Wenn du eine Seite veröffentlichst, dann bekommt diese eine Seite eine bestimmte Adresse, eine URL. Und WordPress hat standardmäßig eine ganz hässliche Adresse, nämlich dann wäre es zum Beispiel deine-domain.de und dann kommt irgendeine ID-Zahl, die für diese Seite generiert wurde, also eine Zahlenfolge. Das sagt niemandem etwas, das sagt deinem Besucher nichts, das sagt Google nichts, das sagt der KI nichts, das ist also schon mal eine schlechte Praktik. Deswegen kannst du in WordPress direkt vor dem Erstellen der ersten Seite etwas einstellen, das heißt eben deine-domain.de und dann dein Thema, der Name von der Seite, was da passiert.

Und das ist einmal eingestellt und wird automatisch für alle anderen Seiten fortgesetzt. Somit hat jede Seite immer einen wirklich identifizierbaren Link. Und der sollte nach Möglichkeit auch Bestand haben, weil jede URL, die sich ändert, ist irgendwo erstmal ein toter Link. In Google oder Google weiß dann nicht, auf der Seite finde ich nichts, also ist es tot, es ist verwaist. Und du kannst das zwar wieder korrigieren, also reparieren durch sogenannte Redirects, aber dafür benötigst du entweder ein Tool, ein Plugin, das das für dich automatisch handelt oder du musst es manuell machen mit etwas mehr Aufwand. Wenn du dich gleich von Anfang an daran gewöhnst, ich habe hier eine Seite, die hat den und den Namen, die kriegt die und die URL, die ändere ich nicht mehr. Deswegen auch immer darauf achten, dass du da keine groben Schnitzer hast in der Beschreibung oder auch in der Rechtschreibung, dass es möglichst konstant und richtig ist. Der nächste Punkt, den es zu beachten gilt, ist die Lesbarkeit für Suchmaschinen. WordPress hat eine tolle Einstellung, die deine Seite für Suchmaschinen unsichtbar macht. Da steht auch der Hinweis, Suchmaschinen bitten, diese Webseite nicht zu indexieren.

Das klingt erstmal harmlos, aber es sagt der Suchmaschine quasi, hier gibt es gerade nichts zu sehen, geh bitte weiter. Da steht auch der Hinweis, der Suchmaschine ist es selbst überlassen, dieser Anweisung zu folgen, aber in der Regel werden die meisten das auch machen, weil es gibt ja auf deiner Seite auch nichts, wenn dort nichts vorhanden ist, weil du dich noch in der Entwicklungsphase befindest. Und eventuell hast du auch die einzige Sache, die auf deiner Webseite zu sehen ist, Achtung, hier ist eine Baustelle, weil du gerade noch alles aufbaust und natürlich keiner in deine unfertige Baustelle reingucken soll. Das Problem mit dieser Einstellung ist, dass man durchaus vergessen kann, diese Einstellung wieder zu deaktivieren, wenn die Seite live geht. Die Seite wäre also technisch erreichbar, Besucher können diese auch aufrufen, aber für Google existiert sie nicht, weil du ja gesagt hast, geh mal bitte weiter, hier gibt es nichts. Also deine Seite ist zu diesem Zeitpunkt unsichtbar, obwohl sie aufrufbar ist.

Im schlimmsten Falle merkt man das nicht selbst und man bekommt da auch keine Fehlermeldung und nichts bricht ab. Somit passiert einfach nichts. Du bekommst keine Besucher über Suchen. Und dann weiß man nicht warum, wenn man sich nicht an diese Einstellung erinnert. Also wichtig, am Anfang in deiner Aufbauphase ist diese Einstellung sehr sinnvoll, weil du lässt dann keine Seite auf Google verlinken, wo es noch nichts gibt. Du kannst erstmal sagen, geh bitte weiter und wenn du fertig bist, nimmst du dein Bauschild weg und sagst auch den Suchmaschinen, jetzt könnt ihr raufgucken, ich bin fertig, hier gibt es jetzt was zu crawlen. Und je nachdem, wie du deine Aufbauphase strukturierst, wenn du schon eine Startseite hast mit ersten Informationen, und zum Beispiel mit einer Newsletter-Anmeldung und du hast schon ein paar Videos, die du online stellst oder schaltest Ads, damit schon mal Leute auf deine Seite kommen, während du noch an deinem Kurs baust, dann ist da der Zeitpunkt, wo du sagst, jetzt schalte ich die Seite auch für die Suchmaschinen frei.

Also wenn es losgeht, wenn Leute die erste Information bekommen können und sich zum Beispiel für deinen Newsletter anmelden. Das ist der Zeitpunkt, wo du auf indexierbar umschaltest. Die nächste sinnvolle Tätigkeit, die du direkt von Anfang an immer machen solltest, ist eine vernünftige Struktur der Überschriften. Jede Seite hat eine Überschriften-Hierarchie von H1, H2, H3, so weit runter, wie du gehen möchtest. Das ist nicht nur für das menschliche Auge sehr gut, angenehm zu lesen, das ist auch eine Struktur, die eine Suchmaschine und ein KI-System lesen und verstehen können und sehr schnell merken, worum geht es denn bei dir überhaupt auf deiner Seite. Eine Grundsatzregel ist, pro Seite genau eine H1-Überschrift. Das ist die Hauptaussage deiner Seite zusammengefasst in keinem großen Satz, sondern ein paar Worte. Alles Weitere unterteilst du in H2- und H3-Überschriften und wenn du es magst H4, H5. Das klingt erstmal simpel, wird aber doch des Öfteren gebrochen, wenn man einfach gerne größere Überschriften haben möchte, nimmt man einfach mal wieder was optisch passenderes und dann doch wieder eine größere Überschrift. Da muss man echt vorsichtig sein und deswegen haben wir das in unserem Page Builder anders strukturiert. In Bricks legst du bewusst nicht immer die Größe fest, so wie die Überschrift angezeigt werden soll. Das ist ein Aufbau-Thema, aber wichtig ist, dass du diese Struktur hast, dass du klipp und klar sagen kannst, H1, H2, H3, H4-Ebene. Ebenfalls direkt mit von Anfang an ist die interne Verlinkung. Wenn du eine neue Seite oder einen neuen Blogbeitrag veröffentlichst, dann verlinke von dort auch immer auf andere relevante Inhalte deiner eigenen Seite und natürlich wieder umgekehrt.

Das hilft der Suchmaschine, deine Struktur besser zu verstehen. Welche Seiten gehören zusammen? Welche sind zentral? Welche sind ergänzend? Welche haben bestimmte Informationsthemen, die in eine Gruppe eingeordnet werden können? Das ist natürlich auch wieder hilfreich für deine Besucher, weil für die ist es genauso wertvoll und wenn sie sich durch die Struktur deiner Seite besser durchfinden, dann bleiben sie auch länger, dann finden sie mehr. Du kannst sie dann auch viel gezielter führen, nämlich zu deinem Kursangebot. Und das kostet uns nichts, da brauchen wir kein Plugin, es braucht einfach nur für uns eine Struktur im Kopf und die müssen wir dann in eine Gewohnheit umwandeln und so können wir Inhalte schneller und besser strukturieren und miteinander verknüpfen. Diese Verlinkung gilt natürlich nicht nur intern, sondern auch extern. Es ist auch durchaus hilfreich, Verlinkungen auf relevante, glaubwürdige externe Quellen zu machen. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht auch ein bisschen kontraproduktiv, dass du jemanden von deiner Seite wegschicken willst, aber du zeigst damit, dass dein Inhalt zu einem größeren Kontext gehört und du nicht immer nur auf dich selbst verweist. Das ist ein Glaubwürdigkeitssignal auch für eine KI und für eine Suchmaschine, denn wer zitiert und verlinkt, zeigt, dass du einen Zusammenhang zu einem größeren Thema hast. Das solltest du nicht übertreiben, sehr gezielt einsetzen und da, wo es wirklich passt. Das hat zugleich auch einen psychologischen Aspekt für die Menschen, für die menschlichen Besucher deiner Webseite. Selbst wenn du auf einen Blog kommst und da heißt es dann, hier sind die 15 besten bla bla blub im Vergleich und jeder hat nochmal gleich einen Amazon-Link, einen anderen Shop, der noch verlinkt ist und dann wird auch noch Werbung eingeblendet, finden wir uns als Leser dort überhaupt nicht zurecht. Wir werden zugemüllt mit diesen ganzen Informationen und die Glaubwürdigkeit geht völlig flöten.

Als wenn wir zum Beispiel einen Blogbeitrag lesen, wo ein, zwei oder drei Sachen miteinander verglichen werden und derjenige sagt noch, das ist das Produkt, was ich empfehle, weil… Und dann verlinkt er noch vielleicht auf andere Testberichte ganz gezielt, egal ob er das Produkt jetzt wirklich gut findet oder ob er es verkaufen will, was auch immer. Aber er stellt einen gewissen Kontext her, sehr gezielt und macht nicht eine große Verkaufsmasche auf in viele Richtungen. Wenn du dich nach extern verknüpfst, hast du eventuell auch das Glück, dass jemand anderes von extern zu dir etwas verknüpft, und somit kriegst du externe Verlinkungen wieder zurück und das steigert natürlich auch deine Glaubwürdigkeit gegenüber den Suchmaschinen und der KI, weil wenn du auch als Quelle genommen wirst für andere und es wird auf dich verwiesen, dann steigert das natürlich deine Glaubwürdigkeit. Der letzte Punkt hier auf meiner Liste sind Alt-Texte für Bilder. Jedes Bild, das du auf deiner Seite verwendest, kann einen sogenannten Alt-Text bekommen.

Eine kurze Beschreibung, was in diesem Bild zu sehen ist. Suchmaschinen können Bilder nicht sehen, eine KI schon, aber eine Suchmaschine liest den Alt-Text, um zu verstehen, was sagt mir denn dieses Bild und hat es einen Bezug zu dem Inhalt von der Seite. Gleichzeitig ist es ein Thema für Barrierefreiheit. Menschen, die mit einem Screenreader arbeiten, also hören, was dort auf deiner Seite abgebildet wird, kriegen den Alt-Text vorgelesen. Das ist kein Nice-to-have, denn es ist ein Teil der Zugänglichkeit zu deiner Seite und für ein barrierefreies Internet sollten wir alle einstehen. Kein Plugin, es ist kein Aufwand, du trägst den Alt-Text einmal direkt ein in WordPress, wenn du das Bild hochlädst und dann ist das Thema auch schon mit einem Haken zu versehen. Beschreibe, was du da siehst, kurz, knapp, das muss keine Keyword-Auflistung sein, das ist einfach nur, was zeigt das Bild und fertig. Und wenn du schon 100 Bilder zusammen hast und sagst, um Gottes Willen, die muss ich jetzt alle benennen, dann kannst du dafür natürlich auch ein Tool verwenden. Es gibt auch schon zig Möglichkeiten mit KI, diese Bilder auf deiner Seite automatisch benennen zu lassen. Aber wie gesagt, du willst ja keine Content-Maschine aufbauen, somit werden es am Anfang wahrscheinlich noch eine überschaubare Anzahl sein. Mach es zu Anfang selbst, damit du ein Gefühl damit bekommst, was muss hier überhaupt beschrieben werden und wenn du es eine KI machen lässt, dann solltest du dir natürlich auch kontrollieren, was hat die KI da geschrieben und ist es auch wirklich gut, was sie da verzapft hat. Also übernimm diese Aufgabe zuerst, wenn es sich in einem überschaubaren Rahmen handelt, in deiner Aufbauphase und dann kann man das automatisieren lassen. Jetzt kommen wir noch zu zwei Punkten, die wichtig sind, wenn SEO ein Thema wird. Der erste Punkt ist, deine Seite muss Content haben und dann lohnt es sich auch, ein SEO-Plugin wirklich zu nutzen.

Wenn dein erster Content auf der Seite steht, mit dem eine Suchmaschine oder eine KI wirklich etwas anfangen kann, dann ist auch Zeit für ein SEO-Plugin. Wenn du weißt, was du deiner Zielgruppe sagen willst und wenn du bereit bist, dies in den strukturierten Geschichten, die wir eben durchgegangen sind, dann eben auch aufzubauen, dann hast du mit dem SEO-Plugin einen wirklichen Helfer an der Hand, der dir dann hilft, das so einzustellen, dass es optimiert für die Suchmaschinen auch erkennbar ist. Das ist ein eigenes Thema und deswegen habe ich mich entschlossen, dieses Thema abzukapseln vom Kursaufbau. Das solltest du in deiner Aufbauphase auch tun. Lass es erstmal liegen. Beschäftige dich nicht mit einem SEO-Plugin in deiner Aufbauphase.

Aber es gibt einen zweiten Punkt, der sehr wichtig sein kann, denn du möchtest eventuell auch Seiten ausschließen, die halt nicht von den Suchmaschinen oder einer KI gecrawlt werden sollen. Das sind dann zum Beispiel Kursseiten, die ja eh hinter einer Paywall sitzen. Und das ergibt keinen Sinn, dass Google diese Seite indexieren soll. Der Besucher landet dann dort, weil er auf diesen Link geklickt hat und landet auf einer Login-Page. Und dann merkt er, oh Moment, das ist ja hier gar nicht Content, den ich frei kriegen kann, interessiert mich gar nicht, klicke ich schon mal weg. Das ist auch der falsche Besucher, den willst du gar nicht haben. Und umso öfter das passiert, dass du quasi Links oder Seiten an Google freigibst und diese Informationen, die angeblich kommen sollen, die gibt es gar nicht, dann schadet das deinem Ruf bei der Suchmaschine und es nützt keinem was. Und WordPress hat leider hier keine native Möglichkeit, eine einzelne Seite darauf einzustellen, zu sagen, noindex, und der Suchmaschine mitzuteilen, diese Seite lässt du bitte aus aus deinem Ranking.

Dafür ist ein SEO-Plugin sehr nützlich. Das bedeutet, wenn dein erster Kurs live gehen kann, dann ist das der Moment, wo du ein SEO-Plugin dazu holst und sagst, hier möchte ich bestimmte Seiten ausschließen und zwar gezielt aus dem Index rausnehmen. Das ist ein kleiner, aber sehr wichtiger Unterschied zwischen der Optimierung deines Contents mittels einem SEO-Plugin oder halt eben um deine Seite zu kontrollieren, was gefunden werden soll und was nicht. Also SEO ist kein Thema, das du ignorieren darfst. Es ist ein Thema, das du zum richtigen Zeitpunkt angehen musst. Aber du kannst die Voraussetzungen, die ich jetzt hier schon genannt habe, verinnerlichen und direkt mit im Aufbau implementieren. Ohne ein SEO-Plugin. Ganz einfach mit Permalink-Namensgebung, Headings gut durchgehen, es soll gut lesbar sein, eine Seitenstruktur, die Alt-Texte für Bilder, interne und externe Links. Und das kostet dich alles nichts extra, weil es gehört sowieso zu deinem System und deiner Struktur, die du aufbaust. Alles andere kommt, wenn dein erster Content steht oder du deine Kursseite veröffentlichst. Dann macht SEO richtig Sinn. Dann hat es etwas, worauf man auch aufbauen kann und was man auch dann optimieren kann. Aber solange deine Seite nicht wirklich Content hat, nicht erreichbar ist und sich noch im Construction Mode befindet, dann brauchst du erstmal gar keinen Gedanken an ein SEO-Plugin verschwenden und das kannst du ohne schlechtes Gewissen tun. Das war es für heute mit dem dritten Teil aus der Miniserie, was du am Anfang nicht machen solltest und erstmal weglassen kannst. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Ich freue mich auf die nächste Folge. Bis dahin, mach’s gut.

In dieser Episode

Warum WordPress SEO ohne Plugin am Anfang ausreicht und wann sich das ändert.

Mailingliste

Hinweise zum Datenschutz findest Du in der Datenschutzerklärung.

EPS 008 - WordPress SEO ohne Plugin_ fünf Punkte für die Aufbauphase

WordPress SEO ohne Plugin: Warum ich das Thema aus dem Kursaufbau genommen habe

Es gab eine Phase, da war das SEO-Plugin bei mir eines der ersten Dinge, die auf einer neuen Website landeten. Noch vor dem ersten Beitrag. Einstellungen durchklicken, Keywords recherchieren, verschiedene Plugins vergleichen, herausfinden, welche Einstellung nun die richtige sein soll. Bis mir auffiel, dass ich gerade viel Energie in die Optimierung von etwas gesteckt hatte, das es noch gar nicht gab. Kein Beitrag, keine Seite, keine Grundlage. Die Wirkung war entsprechend.

Deshalb taucht SEO in meinem Kursaufbau nicht auf. Das liegt nicht an fehlender Bedeutung, es liegt am Zeitpunkt. Was in der Aufbauphase dagegen sehr wohl passiert, ist WordPress SEO ohne Plugin: eine Handvoll Punkte, die du ohnehin festlegst, während du deine Seite baust.

Warum SEO Zeit braucht und nicht nur einen Schalter

Stell dir vor, du eröffnest ein Geschäft in einer Stadt, in der dich niemand kennt. SEO ist in diesem Bild das Straßenschild an der Abfahrt, der Eintrag im Stadtplan, die Empfehlung von jemandem, der gefragt wird. Ohne das steht dein Geschäft trotzdem. Es finden dich nur die, die deine Adresse schon kennen.

In der Folge gehe ich darauf ein, warum sich dieser Aufbau eher wie ein Ruf verhält. Google schaut nicht einmal auf deine Seite und ordnet sie dann für immer ein. Es wird auch bewertet, ob sie gepflegt wird, ob jemand anderes auf dich verweist und wie lange Besucher bleiben. Das dauert. Und du kannst nach ein paar Wochen ohne Bewegung nicht sagen, dass SEO nicht funktioniert, wenn die Grundlage dafür noch fehlt.

Der Abzweig: Was ein KI-Crawler anders macht

Ich nehme mir in dieser Folge auch Zeit für ein Thema, das ich nicht ignorieren möchte, obwohl es den Rahmen fast sprengt. Ein klassischer Crawler liest deine Seite, indexiert sie und packt dich in eine Rangliste. Du bist dann ein Link, auf den jemand klickt oder eben nicht. Ein KI-System interpretiert stattdessen, bewertet Zusammenhänge und Glaubwürdigkeit und formuliert eine eigene Antwort. Du bist dort keine Position in einer Liste, sondern eine zitierte Quelle. Oder du kommst nicht vor.

Was das für dich beim Aufbau bedeutet, ist erfreulich unspektakulär: klare Struktur, eindeutige Überschriften, saubere Architektur, schnelle Ladezeit. Ein KI-Crawler liest den HTML-Code, den dein Server ausliefert. Was per JavaScript nachgeladen wird, sieht er nicht. Wenn du von Anfang an ordentlich baust, machst du das meiste davon schon richtig, ohne dass es dich extra Arbeit kostet.

Fünf Punkte für WordPress SEO ohne Plugin

Der praktische Teil der Folge ist eine Liste, die du abarbeiten kannst, während du ohnehin gerade an deiner Seite sitzt. Die Permalink-Struktur, die du einmal einstellst und danach nicht mehr anfasst. Die WordPress-Einstellung, mit der du Suchmaschinen bittest, deine Baustelle in Ruhe zu lassen, und die dir später gefährlich werden kann, wenn du sie vergisst. Eine saubere Überschriften-Hierarchie mit genau einer H1 pro Seite. Interne Verlinkung als Gewohnheit statt als nachträgliche Aufgabe. Und Alt-Texte für deine Bilder.

Zu jedem Punkt sage ich in der Folge, warum er zählt und woran es in der Praxis scheitert. Die vergessene Sichtbarkeits-Einstellung ist dabei der Punkt, bei dem am wenigsten passiert, wenn etwas schiefgeht. Keine Fehlermeldung, nichts bricht ab. Es kommen einfach keine Besucher, und du merkst es womöglich erst Wochen später.

Die zwei Momente, in denen das Plugin dann doch kommt

Am Ende der Folge wird es konkret. Der erste Moment ist der naheliegende: Sobald echter Content auf deiner Seite steht, hast du etwas, womit ein SEO-Plugin arbeiten kann. Vorher gibt es dir vor allem ein Gefühl von Sicherheit, das nichts trägt.

Der zweite Moment hat mit Optimierung nichts zu tun, und er kommt für dich als Kursanbieter früher, als du vielleicht denkst. WordPress bringt von Haus aus keine Möglichkeit mit, eine einzelne Seite gezielt aus dem Index zu nehmen. Genau das brauchst du aber, sobald der erste Kurs live geht und Seiten hinter einer Paywall entstehen. Warum das deinem Ruf bei der Suchmaschine schadet, wenn du es nicht tust, erkläre ich in der Folge.

Summary

  • Permalink-Struktur einmal sauber setzen und danach nicht mehr anfassen, statt später Redirects hinterherzuräumen
  • Die WordPress-Einstellung, die deine Seite für Suchmaschinen unsichtbar macht, und der Moment, an dem sie wieder weg muss
  • Eine H1 pro Seite: Überschriften als Struktur denken, nicht als Schriftgröße
  • Alt-Texte direkt beim Hochladen, solange es noch fünf Bilder sind und nicht hundert
  • Zwei konkrete Momente für ein SEO-Plugin, von denen der zweite mit Optimierung nichts zu tun hat