Das ist der 7BizWorks Podcast. Ich bin Niels und ich begleite dich beim Aufbau deiner eigenen Coaching-Plattform mit WordPress. Strukturiert, datenschutzbewusst und mit einem Plan, der in deinen Alltag passt. Ich freue mich, dass du heute dabei bist.
Heute geht es um die Phasen, die du hast, wenn es um den Aufbau deiner eigenen Online-Coaching-Plattform geht. Es gibt natürlich ganz unterschiedliche Herangehensweisen, aber für mich ergibt es am meisten Sinn, wenn man das in bestimmte Phasen einteilt. Und nach einigen Anläufen hat sich dieses Phasensystem für mich bewährt und auch nach und nach erst entwickelt. Das ist keine einfache Überlegung, die ich mir mal eben so zusammengereimt habe, sondern das entstand in meinen eigenen Aufbau- und Umbauphasen. Das ist quasi eine Erfahrungsliste, die ich hier sehr gern an dich weitergeben möchte und genau so habe ich auch meinen Kurs strukturiert, den du hoffentlich bald schon auch buchen kannst.
Das ganze System fängt mit der Grundlage an, nämlich mit der Entscheidung, welchen Server man nimmt. Und diese Entscheidung ist eine der wichtigsten, die du überhaupt treffen wirst. Denn der Server ist die Grundlage von deinem gesamten System. Du musst erstmal herausfinden, welcher Server überhaupt das richtige für dein Vorhaben ist. Ganz wichtig, wir haben die Datenschutzgrundverordnung als Vorgabe, somit musst du sicherstellen, dass dein Server sicher – im besten Falle in Deutschland – steht oder eben in der EU, vorzugsweise natürlich auch ein zertifizierter Server-Hoster. Du musst die Entscheidung treffen, möchtest du das Ganze selbst managen, also einen Self-Management-Server, oder buchst du einen Server-Space bei einem Hoster, der für dich das Management von diesem Server übernimmt. Da gibt es unterschiedliche Angebote. Es gibt aber auch viele Hoster, die bieten dir explizit ein Hosting für WordPress an, was dann optimiert auf die Anforderungen von WordPress ist. Entscheidend ist vor allem, dass du einen Server oder einen Hoster wählst, wo natürlich für dich das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, aber auch dir eine Uptime gesichert wird, also dass dieser Server möglichst natürlich immer erreichbar ist. Immer ist relativ. Viele geben aber an, wie hoch deren Ausfallzeiten sind und dann liest du wahrscheinlich sowas wie 99 % Erreichbarkeit. Wenn du ein bisschen recherchierst, dann wirst du herausfinden, ob ein Hoster auch wirklich dem entspricht, was er auf seiner Webseite präsentiert.
Ich habe meine Server bei Hetzner, ein deutsches Unternehmen, das unterschiedliche Serverstandorte hat, und ich bin sehr zufrieden damit.
Ein zusätzlicher Kernpunkt bei der Serverstruktur: Es ist egal, ob du Self-Management hast oder einen Managed-Hoster – du musst eine zugesicherte Ressourcenleistung haben. Das heißt, du musst wissen, welche Leistungen nur für dich reserviert sind. Es ist ganz egal, wie viele andere Leute noch ihre Dateien auf diesem Server hosten und wie viele Leistungen sie dort beziehen. Du musst wissen, welche Leistung dir zugesichert wird, weil wenn du nicht weißt, dass du zum Beispiel zwei CPUs und vier Gigabyte RAM für dich hast und Leistungsschwankungen entstehen, dann kannst du noch so ein gutes und verständliches Monitoring von deinem Hosting-Anbieter haben – wenn du das nicht nachvollziehen kannst, woher Leistungsschwankungen kommen oder wann deine Systemressourcen ausgereizt sind und du eventuell ein höheres Paket buchen musst, dann bringt dir das alles nichts. Also es ist ganz wichtig, dass du einen Server oder ein Hosting-Angebot nutzt, wo du zugesicherte Ressourcen hast.
Hast du dich für einen Server oder ein Hosting-Paket entschieden, dann kommt natürlich die nächste Stufe und das ist die WordPress-Konfiguration. Neben all den Einstellungsmöglichkeiten, die uns WordPress bietet, sind zwei Aspekte ganz wichtig. Erstens: Sicherheit. Bei der Sicherheit haben wir drei Stufen. Wir haben einmal die Server-Top-Level-Stufe, also wie sind die Zugänge zu deinem Server geregelt bzw. abgesichert. Nach der Server-Top-Level-Stufe haben wir die Site-Ebene, also die WordPress-Installation an sich, wie dort die Sicherheit geregelt ist. Und zu guter Letzt die Sicherheit in WordPress selbst. Hier steht ganz oben natürlich deine Zugänge – das ist gerade für dich als Admin wichtig: du brauchst ein ganz extrem sicheres Passwort, am besten auch mit einer 2FA abgesichert, und ein Firewall-Plugin, Spam-Schutz und alles, was du dazu nutzen kannst, um einen sicheren Zugang zu gewährleisten. Im besten Falle schaltest du alles Unnötige ab, alles, was du nicht brauchst in WordPress. Das verringert dann auch sicherheitsrelevante Aspekte.
Der zweite Kernpunkt bei der gesamten Installation ist ein verlässliches Backup. Du brauchst unbedingt eine Backup-Strategie, sodass du im besten Falle zwei unterschiedliche Backups laufen lassen kannst, wo deine Backups nicht auf diesem Server gespeichert sind. Also du brauchst noch irgendwo einen anderen Webspace, wo du deine Backups hinschicken kannst. Und ich würde noch empfehlen, auch mindestens einmal in der Woche oder regelmäßig ein Backup offline zu ziehen, was du selbst irgendwo auf eine Festplatte packen kannst. Dann hast du drei unterschiedliche Ebenen, wo du ein Backup gespeichert hast und jederzeit zurückgreifen kannst, wenn irgendwas schief geht – sei es durch einen Plugin-Fehler, durch einen Sicherheitsfehler oder eben, weil du selbst mal einen Fehler gemacht hast. Das kann immer passieren, gerade in der Aufbauzeit. Richtig ärgerlich wird es aber, wenn du bereits in der Phase bist, wo du schon User in deinem Kurs hast, wo E-Mails automatisch laufen, und irgendwas funktioniert nicht richtig – und du hast kein Backup, wo du zurückgehen könntest zu einem Stand, wo alles funktioniert. Also Sicherheit und Backups sollten bei dir die oberste Priorität haben, wenn du in der Aufbauphase bist und WordPress installiert hast.
Ist WordPress installiert, Grundeinstellungen sind gemacht und alles, was die Sicherheit und ein Backup betrifft, läuft auch zu deiner Zufriedenheit – kommen wir zur Grundstruktur vom Design. Also die Entscheidung, welchen Builder man nutzt, welches Theme man nutzt, oder beides zusammen. Ich nutze zum Beispiel den Bricks-Builder. Dort hast du ein Theme, wo der Builder gleich mit integriert ist, und darauf baut sich deine Grundstruktur vom Design auf. Diese Grundstruktur ist natürlich dann auch die Basis für deine Homepage, für den Member-Bereich und für die späteren Kursebenen. Wenn du das einmal für dich strukturiert hast und den Look oder das Feeling von deinem Online-Kurs und deiner Webseite definiert hast, dann baut sich der gesamte Bereich wesentlich schneller auf, als wenn du mit zehn unterschiedlichen Designs rangehst. Sondern eine Grundstruktur, Farben, Schriften, diverse Einstellungen, die du immer wieder abrufen kannst – dann baut sich das relativ schnell auf, sobald du einmal in diesen Flow gekommen bist.
Wenn dein Grunddesign steht, dann kannst du übergehen zur nächsten Phase, und das sind die ersten Informationen und die Kontaktmöglichkeit. Also du kannst dann erstmal deine Startseite designen – worum es bei dir geht, bei deinem Angebot, bei deinem Kurs oder welche digitalen Inhalte du noch für deine Teilnehmer zusätzlich anbieten möchtest – und eine erste Kontaktseite mit einem Kontaktformular. Das ist die erste Basis, damit du diese Seiten erst mal erstellt hast.
Dann kommt schon relativ schnell die nächste Phase, nämlich die ganzen Pflichtangaben und das Cookie-Management-System. Unsere Pflichtangaben, die wir in Deutschland erfüllen müssen: ein Impressum mit den nötigen Angaben, eine Datenschutzerklärung, in der alles in leicht verständlicher Sprache dargelegt ist, mit der Verknüpfung zu den jeweiligen Regelungen, warum wir was machen und wie wir es umsetzen. Und natürlich das nervige Cookie-Tool einrichten. Ich habe noch niemanden kennengelernt, der Cookies toll fand. Aber an sich ist es eine gute Sache – auch für uns, wenn wir selbst andere Webseiten besuchen, möchten wir natürlich wissen, was dort passiert, welche Cookies gespeichert werden. Es hat alles seinen Sinn und Zweck, es ist nur leider etwas nervig. Aber wir kommen nicht drum herum, also brauchen wir hier auch ein Cookie-Tool, das die Cookies setzt, speichert und uns auch die Möglichkeit gibt, diese zu löschen, wenn ein User auf uns zukommt und sagt, ich möchte, dass meine Daten bei dir komplett gelöscht werden.
Ich nutze den Real Cookie Banner. Ich finde, der bringt alles mit, was wir brauchen, hat alle Einstellungsmöglichkeiten dabei und ist auch, soweit ich das selbst beurteilen kann, gut aufgestellt, was Rechtsberatung angeht, wie dieses Tool entstanden ist. Somit entspricht das allen Anforderungen, die wir hier in Deutschland bezüglich der DSGVO haben. Es gibt da sehr unterschiedliche Plugins fürs Cookie-Management. Die meisten Tools basieren auf Subscription und ich halte es für nicht verkehrt, hier ein Tool zu wählen, wo du weißt, da wird immer dran gearbeitet – somit rechtfertigt es auch irgendwo die Kosten, weil die müssen immer up to date sein bei rechtlichen Änderungen und Datenschutzregelungen. Somit ist es hier schon sinnvoll, nicht in ein Tool zu investieren, das du eventuell selbst weiterentwickeln musst und mit Informationen füttern musst. Somit ist man da schon auf einer sicheren Seite, wenn man das dem Plugin-Hersteller überlässt und dann auch in eine Subscription einwilligt. Hier gibt es auch Tools, die gehen nach Anzahl der Seitenaufrufe. Das muss jeder für sich selbst sehen. Ich finde das Cookie-Tool vom Real Cookie Banner eins der besten Optionen, die sich nicht danach richten, wie viele Seitenaufrufe du hast, sondern du hast vielleicht eine etwas höhere Subscription, die man im Jahr für das Tool zahlt – dafür ist man völlig unabhängig von der Anzahl der Seitenbesucher.
Hast du diesen rechtlichen Rahmen abgearbeitet, bist du in Phase 6 nach meiner Rechnung, und das wäre dann als nächstes das Newsletter-System und bereit, dass du auch einen Lead-Magneten auf deine Seite packen kannst. Also ein Newsletter-System installieren und einbinden, sodass sich jemand auf deiner Webseite in eine Mailing-Liste eintragen kann – oder wenn jemand einen Kurs bucht, auch in eine Kursliste kommt, wo parallel zum Kurs regelmäßig automatisiert E-Mails gesendet werden oder auch auf Kursfortschritte getriggert wird, sodass, wenn jemand ein bestimmtes Ziel im Kurs erreicht, dann eine E-Mail versendet wird. Dafür dient dieses ganze Mailing-System. Und das solltest du relativ am Anfang einrichten, weil selbst wenn du noch im Aufbau bist, kannst du eine Newsletter- oder Mailing-Listen-Anmeldung auf deine Homepage stellen. Und wenn jemand Interesse schon vor deinem Kursangebot hat, dann kann er sich dort eintragen und du hast dann vielleicht schon ein paar Anmeldungen, bevor du überhaupt den Launch startest. Eventuell möchtest du auch einen Lead-Magneten auf deine Seite machen, zum Beispiel ein kostenfreies PDF mitschicken oder kostenfreie Zugänge in der Startzeit. Dann hilft dieses Newsletter- oder Mailing-System ebenfalls dafür, die Anmeldung zu generieren und diese Zugänge dann an den Interessierten automatisch zuzusenden.
In Phasenpunkt Nummer 7 kommst du dann in deinen Member-Bereich. Hier triffst du die Entscheidung, welches Plugin du nutzen möchtest, damit das System deine Member-Zugänge verwaltet – wie die Rollen angelegt werden, wie jemand auf die Webseite kommt und dann auch auf die richtigen Seiten gemäß der Rolle, die ihm zugeteilt wurde. Also für Kurs XY hat jemand die Zugänge für die jeweiligen Kursseiten, und ein anderer Kurskäufer kommt auf eine andere Seite. Dann gibt es natürlich das Dashboard, wo der User seine Daten einsehen kann. Gegebenenfalls kann er dort seine Kontaktdaten ändern oder noch zusätzliche Informationen von sich preisgeben. Und das ist alles in dem Plugin drin, was du dir dann aussuchst.
Ich habe dafür selbst ein Plugin entwickelt, nennt sich 7BizGateway, ist ebenfalls in meinem gesamten Kurs mit integriert und hierfür gibt es dann auch Lizenzen inklusive mit meinem Kursangebot. Aber du kannst dich natürlich auch für ein anderes Tool entscheiden – MemberPress oder SureMembers oder welches Tool du dafür bevorzugst, was für dich deine Zugänge regeln soll. Einige Kursplattformen und Kurs-Plugins haben auch diese Zugangsregelung mit inbegriffen. Ich für meinen Teil halte es für besser, wenn ich das aufteile, weil ich über das Member-System noch andere Sachen regeln kann, zum Beispiel Zugänge zu einem Podcast, zu einer späteren Community oder zu bestimmten Seiten von Dokumentation, die nur bestimmte Member sehen sollen. Und wenn das im Kursplattform-Plugin mit drinhängt, dann bin ich eventuell nicht so flexibel und variabel. Oder du möchtest eventuell später mal ein anderes Kurs-Tool verwenden, und dann hängt aber dein ganzes Member-Management in diesem Kurs-Plugin drin. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, diese beiden Aufgaben im System zu trennen und zwei unterschiedliche Plugins dafür zu nutzen.
Wenn die Zugänge geregelt sind, also das Member-Management steht, dann kommen wir zur Kursplattform. Auch hier habe ich ein eigenes Tool entwickelt, nennt sich 7BizCourse. Ebenfalls Lizenzen sind in meinem Kurs für dieses Plugin mit integriert. Hier legst du fest, wie deine Kursstruktur aussehen soll, wie die Inhalte dort dargestellt werden, wie Video-Inhalte in deinen Kurs gelangen. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, die ganzen Videodateien auszulagern auf einen dafür explizit vorgesehenen Video-Stream-Hoster. Ich empfehle hier BunnyNet, das ist ein europäisches Hosting-System für Video-Streaming, wo du deine Videos hochlädst und diese werden dann abgerufen und in deiner Kursplattform dargestellt. Das ist wesentlich besser für die gesamte Performance, als wenn du die Dateien selbst auf deinem Server ablegst. Es gibt natürlich auch Leute, die sagen, ich packe meine Videos bei YouTube rein und mache dort ein privates Video raus, wo nur jemand mit diesem Link das Video sehen kann. Aber das schützt weder deine Videos vor dem Zugriff von anderen – denn diese Links können geteilt werden – und du bist dann auch abhängig von YouTube. Wenn YouTube irgendwann mal die Regeln ändert, dann stehst du halt nicht so gut da, wenn du auf einmal nicht mehr diesen Zugriff hast, beziehungsweise deine Member nicht mehr diesen Zugriff haben. Deswegen: volle Kontrolle auch über die Videodateien, und dann am besten einen Hoster nehmen, der dir auch die Videoinhalte so wiedergeben kann, dass du bestimmte Rechte dafür hast – wie diese Videos abgespielt werden, dass sie zum Beispiel nicht geteilt werden können oder jemand sie nicht in der Dauerschleife laufen lassen kann, was dann wieder Ressourcen verbraucht, sondern auch hier eine Sperre gesetzt wird, sodass nur eine bestimmte Anzahl von Abrufen geschehen kann.
Einer der größten Zeitfaktoren im Aufbau – schon in den ersten Phasen, aber ganz explizit in der Phase vom Member-Management und deiner Kursplattform – ist die Testphase. Und das darf man echt nicht unterschätzen. Denn du baust das System als Admin, guckst wahrscheinlich auch hin und wieder rein als Admin, aber du musst es auch unbedingt als User testen, sodass du alles mit den Beschränkungen eines Users siehst und auch der gesamte automatisierte Ablauf vernünftig läuft. Von der Anmeldung bis zum Login, was passiert wenn ein Passwort vergessen wird, ein Passwortwechsel stattfinden soll oder sich der User über einen Magic Link bei dir anmelden kann – sodass der User über seine E-Mail einen Einmal-Login-Link bekommt – dass das alles hundertprozentig funktioniert, dass die Zugänge passen. Ruhig mal testen, sich auf einen anderen Kurs zu klicken, wo man eigentlich nicht rauf darf. Alles solche Sachen muss man halt eben sehr gewissenhaft durchspielen und testen, testen, testen.
Wenn du diese Testphase abgeschlossen hast, dann installierst du dein Shop-System. Plugin deiner Wahl. Es gibt ganz viele Tools oder Shop-Systeme für WordPress. Es kommen auch immer neue Plugins derzeit auf den Markt. SureCart, FluentCart – und ich wünschte, ich könnte dir guten Gewissens FluentCart empfehlen. Ich würde es selbst gerne nutzen, aber es ist noch nicht hundertprozentig konform mit unserer deutschen Rechnungslegung. Somit gibt es eigentlich nur eine einzige Empfehlung: das ist WooCommerce mit dem Add-on Germanized, sodass wir hundertprozentig sicher sind, was Datenschutz und Rechnungslegung hier in Deutschland angeht. Dann müssen wir den Shop aufsetzen, also WooCommerce mit einem Zahlungstool verbinden. Auch hier eine Empfehlung vom EU-Markt: Mollie als Zahlungsdienstleister. Somit sind wir auch unabhängig von Stripe und PayPal, da es keine europäischen Unternehmen sind. Und natürlich dann, wenn das aufgesetzt ist und alles miteinander verknüpft ist – sodass wenn jemand einen Kurs bei dir über das Tool kauft, dieser Zugang dann über das Member-Tool freigeschaltet wird und er automatisch auch die Zugangsdaten bekommt und sich dann einloggen kann für seinen gekauften Kurs –, auch hier heißt es wieder: testen, testen, testen.
In der ersten Phase hast du einen Test-Mode, sodass keine realen Zahlungen stattfinden und du ganz in Ruhe den gesamten Durchlauf checken kannst, wenn jemand einen Kurs bei dir bucht und diese ganze Automation ablaufen kann. Und wenn diese Testphase erfolgreich ist, dann stellst du das Shop-System um auf reale Kaufvorgänge und solltest dann selbst auf jeden Fall auch nochmal einen Testkauf durchführen – mach noch vielleicht einen Coupon mit 99 % Nachlass, sodass du einen realen Kauf drin hast, selbst nicht viel Geld reinstecken musst, aber gleichzeitig auch testen kannst, ob die Coupon-Einstellungen funktionieren. Dann kannst du einen realen Testkauf durchführen und weißt, dass dieses System einfach funktioniert.
Diese gesamte Testphase sollte für dich ein eigener Abschnitt sein, wo du alles von Anfang an testen kannst – dass die Anmeldungen vor dem Kauf und nach dem Kauf funktionieren, die Logins, die Kursstrukturen so stehen, wie du sie haben möchtest. Ich würde dir auch empfehlen: Such dir ein paar Beta-Tester, bevor du alles online stellst. Frag ein paar Freunde, ob die sich einfach mal einloggen wollen. Mal mit einem anderen Blick draufschauen. Die sind dann noch nicht so betriebsblind wie du wahrscheinlich, wenn du das ganze System nach und nach aufbaust. Die haben bestimmt dann nochmal ein paar nützliche Tipps. Und dann kannst du aus dieser Testphase wirklich auch in einen offiziellen Modus umschalten.
Wenn du dann bereit bist, auf den Schalter zu drücken und zu sagen, jetzt kann ich launchen, dann beginnt deine Content-Phase. Vielleicht hast du schon Content produziert. Ich hoffe, dein Kurs ist dann auch schon fertig. Aber du wirst wahrscheinlich nebenbei dann auch noch etwas Promotion fahren wollen, und im besten Falle packst du diese ganze Promotion wieder auf deine Homepage und verlinkst die dahin. Somit willst du eventuell noch einen kleinen Blog haben oder einen Videoblog oder einen Podcast. Das gehört alles dann in die vorletzte Phase, bevor es dann in den finalen Launch geht.
Der Tag der Tage, wo du dann offiziell online gehst mit allem drum und dran, die Zugänge freischaltest, die Kaufbuttons implementierst – dann geht es los für dich. Dann steht dein eigenes Coaching-System, was du selbst vollkommen kontrollierst.
Ich habe dieses System jetzt gerade in knapp 25 Minuten für dich runtergebrochen in diese zwölf Phasen, und du fragst dich jetzt wahrscheinlich: Das klingt alles toll und schön und simpel – aber wie lange dauert das Ganze denn überhaupt? Und ich bin da ganz offen zu dir: Das ist total schwer abzuschätzen, denn jeder von uns arbeitet anders, jeder von uns hat ein anderes Zeitkontingent dafür. Aber wenn dir jemand sagt, dass das keine Wochen dauert, sondern eher Tage, dann halte ich das für Flunkerei oder als eine mehr oder minder gute Verkaufsmasche.
Wenn du bei Null startest – und dann setze ich schon voraus, dass du einen fertigen Kurs hast, also alle Videos, die Struktur für dich im Kopf oder am besten auf Papier bereits fertig, alle Texte geschrieben, alles, was zu diesem Kurs drumherum gehört, mit einem ordentlichen Fahrplan – und dann genügend Zeit am Tag, vielleicht ein bis zwei Stunden, dann halte ich das für realistisch, in zwei bis drei Monaten aufzubauen. Allerdings setzt das voraus, dass du auch schon Kenntnisse mit WordPress hast und weißt, wie man eine Webseite halbwegs strukturiert aufbaut. Wenn du gänzlich von Null startest, dann wird es möglicherweise länger dauern. Aber ich sage dir auch ganz offen: Das ist der Clou daran. Lieber einmal länger sauber und sicher aufbauen und lange davon in Ruhe profitieren, als alles schnell, schnell irgendwie – und dann am Ende, wahrscheinlich noch in der Launchphase, Fehler ausmerzen und nicht wissen, warum etwas nicht so funktioniert, wie man sich das im Vorfeld ausgedacht hat.
Und das, was ich selbst immer am meisten unterschätzt habe, war das Testen und Sicherstellen, dass dieses System gegen diese Vielzahl an Fehlern und Problemen auch bestehen kann. Weil die werden kommen – aber wenn du gut vorbereitet bist, werden sie dich nicht in die Knie zwingen. Und das ist der entscheidende Punkt: Wenn du eine strukturierte Aufbauphase hast, für die du dir die Zeit nimmst, dann wirst du am Ende davon länger profitieren.
Ich hoffe, ich konnte dir jetzt einen guten Überblick geben über diese gesamte Aufbauphase, so wie ich auch meine eigene Webseite und meine eigene Kursplattform aufgebaut habe. Das ist genau dieses System durch diese Phasen durch. Und genau so ist auch der Online-Kurs bei mir auf meiner Plattform strukturiert.
Wenn du mehr darüber wissen willst, schau gerne vorbei auf meiner Webseite sevenbizworks.de. Und dort kannst du dich dann schon einmal über das Kurssystem informieren und dich in die Mailing-Liste eintragen. Sobald mein Kurs online ist, bekommst du dann als Erster die Information.
Das war’s für heute. Vielen Dank, dass du bis hierhin zugehört hast. Wenn du mehr Unterstützung für dein Online-Business benötigst, dann schau auf meiner Webseite vorbei: sevenbizworks.de – oder nutze den Link in den Shownotes. Auf bald, bis zur nächsten Episode.